Da denkt man an nichts Böses – und dann das:
Am frühen Samstag Nachmittag stehen wir auf dem S-Bahnhof Ostkreuz und warten auf die Bahn, welche uns zur Geburtstagsfeier meines Cousins bringen sollte. Da momentan autolos (aufgrund gewisser Verschönerungsmaßnahmen am edlen Gefährt) hat man ja auch wenig Alternativen – und wird so zum umweltbewussten BVG-Fahrer (darüber, dass wir für die Hin- und Rückfahrt natürlich umgerechnet etwa 20,00DM bezahlt haben darf ich freilich nicht nachdenken).
Plötzlich spricht mich jemand von hinten an: “Hi – Na… Was machst du denn hier? Wie geht’s denn? Hast ja ganz schön zugelegt, was?” (wenn der wüsste – hab zwischenzeitlich schon wieder ganz schön abgelegt…
) – mein alter Studienfreund Glen!
Mit ihm zusammen habe ich drei lustige Jahre auf dem Weg zum Dipl.-Ing. (BA) Informatik an der Berufsakademie (in der FHTW) Berlin verbracht. Und parallel dazu auch gleich noch zwei Jahre in der gleichen Firma. Wie das Leben so spielt – nach dem Studium trennten sich unsere Wege etwas. Er blieb in der Firma, ich ging weg, er wohnt irgendwo im Süden Berlins (Lankwitz? Steglitz?), ich im Nordwesten, er sucht immer noch eine (neue) Freundin, ich bin inzwischen verlobt. Und dann steht man im tiefsten Berliner Osten auf dem Bahnhof – und ausgerechnet da trifft man sich
Den Kontakt haben wir zwar nicht ganz verloren – jeder ist noch auf der ICQ-Contactlist des anderen – aber sooooooooo oft textet man mangels Zeit nun auch nicht miteinander. Jedenfalls gab es kein peinliches Schweigen, sonden zehn Minuten kompakten Lebensumstände-Austausch (Autos, Frauen, Arbeit).
Echt mal eine schöne Überraschung – “unverhofft kommt oft” muss also nicht immer nur negativ sein




14. Februar 2006 um 22:33
Klingt wie in der Werbung: Meine Frau, mein Haus, mein Auto….