Wer die Zeichen nicht sieht

Man stelle sich eine Firma vor, in der das Management den Mitarbeitern der Entwicklungsabteilung immer irgendwie das Gefühl gibt, nichts wert zu sein, mehr Probleme als Nutzen zu bringen. Für die Themen wie Mitarbeitermotivation und Personalführung Fremdworte sind. Wo man sich zwar nach außen so darstellt, als wäre der Kommunikationsstil offen und das Miteinander harmonisch, aber in Wirklichkeit herrschen Command & Control. Wo man als Mitarbeiter das Gefühl hat, von willkürlichen Entscheidungen getroffen zu werden. Wo immer viel versprochen, aber selten etwas gehalten wird. Wo das Bewerbungsgespräch eine Karrikatur der betrieblichen Realität ist.

Natürlich würden die Mitarbeiter unzufrieden sein. Und gäbe es auch deutliche Zeichen. Sogar in Mitarbeitergesprächen mit der Personalverantwortlichen. Nur würden diese Gespräche nie ausgewertet.

Was passieren würde: Die Mitarbeiter gehen. Und so säßen in der Entwicklungsabteilung dort schließlich noch vier Leute. Dann drei. Und dann plötzlich nur noch zwei.

Ob diese Firma daraus etwas lernen würde? Ich bin da eher pessimistisch.

2 Kommentare

  1. Wieder mal die berühmte Anspielung auf eine Firma die sich dann in Deiner Xing-Liste findet. ;-)
    Anyway, es ist immer schwer etwas über ehemalige Firmen zu sagen, da sicher noch mehr Faktoren mit reinspielen. Aber ob es nun 100% zutrifft oder nicht, wenn dies der Eindruck ist, der bleibt dann ist eben doch der Wurm drin.

  2. Natürlich stellt diese Schilderung eine rein hypothetische Situation dar ;-)

    Allerdings sind meiner Meinung nach Ehrlichkeit und (echtes) Interesse für seine Angestellten die Grundpfeiler, welche ein Unternehmen bieten muss, damit sich seine Mitarbeiter auch wohl fühlen. Zusammen mit einer realistische Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten und Ziele.

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