Dass Niklas anfängt, zu krabbeln, habe ich ja vor ein paar Tagen berichtet. Erstaunlich ist für mich allerdings immer wieder, wie schnell es dann plötzlich vorwärts geht. Heute gab’s den ersten Wohnungsrundgang
MGMT (Abkürzung für “Management”) ist für meinen Geschmack eine der derzeit innovativsten Bands. Eingängige Musik, die meinen elektronischen Vorlieben schmeichelt und die trotzdem anders ist, kein Mainstream. Ihr Album “Oracular Spectacular” wird vermutlich das nächste sein, was ich mir gönne.
Niklas krabbelt jetzt tatsächlich! Gut sieben Monate ist er nun – und zuletzt war er ziemlich unzufrieden darüber, dass man mit Auf-allen-Vieren-Herumschaukeln nicht vorwärts kommt. Aber das hat sich ja nun erledigt. Neue Mobilität! Freiheit! Selbstbestimmung!
Toll, auf eine Weise. Besonders für ihn.
Andererseits sollten wir jetzt vielleicht allmählich ein Gummiband an seinem Fuß und unserer Couch befestigen. Sonst finden wir ihn eines Tages irgendwo hinter einem Schrank. Oder draußen, beim Bäcker
Nach nun bald vier Jahren ist es wieder einmal soweit: Ich werde mich – in beruflicher Sicht – neuen Herausforderungen stellen.
Bei meinem derzeitigen Arbeitgeber bin ich damals angetreten, um eine professionelle Softwareentwicklung aufzubauen. Vieles haben wir erreicht, vieles ist noch ausbaufähig. Aber Professionalität und Innovation können nun einmal nur so stark wachsen, wie ein Unternehmen es zulässt und unterstützt. Und meiner Ansicht nach haben wir den Gipfel des unter den gegebenen Bedingungen Möglichen erreicht. Für mich gibt es also nicht mehr wirklich etwas zu tun – zumindest nicht in Richtung Prozessoptimierung.
Daher werde ich ab 01.04. als Software Process Manager für Zalando tätig sein, eins der groß gewordenen e-Commerce-Kinder des Web 2.0. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn Zalando steht durch sein Wachstum an einem Punkt, welcher die Einführung und Optimierung passender Prozesse notwendig macht. Und das ist genau das, was ich momentan machen will und kann! Außerdem verlasse ich damit auch den Bereich .NET/Microsoft in Richtung Open Source, Java, PHP und Co., in dem ich derzeit nur privat bewege.
Gleichzeitig erfülle ich mir den Wunsch der Rückkehr in den Schoß eines “echten” IT-Unternehmens. Mein derzeitiger Arbeitgeber kommt nun einmal aus dem Bereich Übersetzung/Lokalisierung (wo er, soweit ich das beurteilen kann, einen respektablen Job macht) und entwickelt daneben auch Werkzeuge für seine Branche. Und dort herrscht nun einmal eine völlig andere Unternehmenskultur als in einem Laden, der seine ganze Kraft (oder zumindest große Teile davon) aus einer gut funktionierenden Softwareentwicklung bezieht. Das merkt man im Prinzip schon, sobald man das Büro betritt.
Ein bisschen traurig bin ich um meine Kollegen, denn das sind wirklich gute (und lustige) Leute. Aber man sieht sich ja immer zweimal im Leben. Und die neue Aufgabe ist einfach zu interessant, als dass ich “nein” sagen könnte. In sofern: Ich freue mich
Einer der beiden relativ beeindruckend Gletscher auf dem Hof hinter der Firma. Davon werden wir wohl noch eine ganze Weile etwas haben. Vielleicht kann man ja beim Sommerfest die Eiswürfel direkt daraus gewinnen
PS: Man beachte auch das Parkverbot auf dem Eisberg…
Am letzten Sonntag liefen wir abends bei gefühlten -40°C (real waren es wohl ca. -12°C) hier in Hennigsdorf nach Hause. Plötzlich hält auf der Straße neben uns ein dunkles Mercedes-Coupé mit Berliner Kennzeichen. Das Fenster senkt sich und ein Herr mittleren Alters spricht uns an:
“Entschuldigen Sie – ich bin ein BERLINER! Ich habe mich VERFAHREN – ich möchte nach BERLIN auf die AUTOBAHN!”
(!?!)
“OH MEIN GOTT! Schatz, guck mal, ein BERLINER!”
“WAS? WIRKLICH? Ich halt’s nicht aus – ein BERLINER, ein ECHTER BERLINER, hier draußen bei uns in der Provinz!!! Machst du ein Foto von mir und diesem futuristischen Gefährt, in welchem der BERLINER sitzt? Was ist das eigentlich – doch nicht etwa ein Automobil!?”
“Herr Berliner – darf ich ein Foto von meiner Frau und Ihnen machen – und kann ich vielleicht auch ein Autogramm bekommen? Ein echter BERLINER – das glaubt mir doch keiner meiner hier…”
Sooo hätte das Gespräch laufen können. Aber natürlich haben wir dem Herrn höflich und korrekt den Weg gen Autobahn geschildert. Worauf er sich mit “Vielen Dank – und noch viel Spaß hier in HENNIGSDORF” verabschiedete.