Momentan habe ich Wladimir Kaminer für mich entdeckt, den in Prenzlberg wohnenden Russen, der nach Deutschland kam, um sich – nicht – über unsere Befindlichkeiten zu wundern. Aktuell widme ich mich seinem Buch “Schönhauser Allee”, in dem er Erlebnisse aus seinem Leben just an dieser Straße niedergeschrieben hat. Wahre Begebenheiten, wohlgemerkt.
Da liest man dann von einem sibirischen General, der sich Frontscheiben mit +4 Dioptrien in seinen BMW hat einbauen lassen und so jeden Beifahrer innerhalb von Minuten um seinen Mageninhalt erleichtert. Oder von Marina, deren Wohnung bei ihrer Geburtstagsfeier von jeder Menge Ex-Ehemännern, -Frauen und -Freude in Grund und Boden getanzt wurde. Außerdem von Kannibalismus, berühmten Persönlichkeiten und den Schönhauser Allee Arkaden.
Der trockene, neutrale Stil von Kaminer ist einfach nur lustig als Kontrast zu den teilweise grotesken Geschichten. Volle Punktzahl für das Buch, eine Investition von 8 Euro, die ich nicht bereut habe
Berlin – Shopping – Lebensmittel – Baeckerei & Konditorei
Ditsch ist einer der Läden, die es verstehen, an die niedersten Instinkte im Nahrungsknoten irgendwo tief, tief im Gehirn zu apellieren. In der Auslage räkeln sich zu Hauf mit Unmengen Käse überbackene, fettglänzende Weizenteigwaren, gekrönt von Salami, Schinken und anderen Ergüssen der Tier-Endverarbeitung, und stellen das ernährungsphysiologische Pendant zu einem Atommüllendlager dar, während sie laut rufen “Nimm mich! Du willst mich doch! Wehre dich nicht, ich mache dich glücklich!”
Erliegt man der Verlockung, bekommt man genau das, was der Körper, dieser miese Verräter, wollte: Kalorien ohne Schnörkel, ohne Vitamine, Ballaststoffe, Spurenelemente und das ganze überflüssige Zeug, geschmacklich immer irgendwo auf dem Grat zwischen “Fett! Lecker! Käse! Geil! Gib’s mir!” und “Erbarmen! Zu viel! Zu salzig! Zu mächtig! Mein Mund ist schon ganz wund!”
Nichtsdestotrotz ist man der vollgepiercten Verkäuferin dankbar dafür, dass sie einem dieses kurze, dreckige Vergnügen gewährt hat, der Tag muss vorher nur lang und der Hunger unerträglich genug gewesen sein. Und so verabschiedet man sich demütig, aber befriedigt, und schleicht mit einem schlechten Gewissen heim zur Frau, als hätte man sich von einer Domina gehörig versohlen lassen – und hätte es genossen.
Mein Beitrag zu Brezelbäckerei Ditsch GmbH – Ich bin renemt – auf Qype

Allmählich rentiert sich unser Garten. Das ist ein Teil der Ausbeute von Johannisbeer-Marmelade. Aus insgesamt etwa 4kg Früchten – von einem einzigen Strauch, wohlgemerkt. Und der ist noch nicht mal ganz abgeerntet. Vielleicht sollte ich einen Shop aufmachen
Heute hat meine Schwiegermutter Niklas mittags von der Kita abgeholt und bei uns daheim auf ihn aufgepasst. Um ihr bei ca. 35°C die Busfahrt nach Hause zu ersparen wollte meine Frau sie dann nach der Arbeit mit dem Auto heim bringen. Dabei ergriff sie die Gelegenheit, im (schwieger-) elterlichen Dorf noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.
(Schwieger-) Mutter zeigte ihr bei der Gelegenheit ihre Dankbarkeit, indem sie den Kofferaum des ansonsten verriegelten Autos zuwarf. In jenem befinden sich nun Eis, Wurst, Käse – und die Handtasche meiner Frau, samt Hausschlüssel und Keykarte für das Auto. Und das ist nun verschlossen. Inklusive Kofferraum.
Die gute Nachricht: Die herbeigerufene örtliche Werkstatt sah sich nicht in der Lage, das Auto aufzubrechen, was sehr für seine Sicherheit spricht (oder für die Inkompetenz der Werkstatt, wovon ich aber erst einmal nicht ausgehen will).
Die weniger gute: Ich darf jetzt eine kleine logistische Meisterleistung vollbringen, um den Ersatzschlüssel aus unserer Wohnung zum Auto zu schaffen.
Manche Tage sollte man einfach abhaken, wenn sie vorbei sind
Es war die letzten Tage wieder mal etwas ruhiger hier – aber dafür ist auch viel passiert: Unser Garten ist als Freizeitobjekt inkl. Pool und automatischer Pflanzenbewässerung eingeweiht worden (werde ich noch von berichten), Niklas hat seinen ersten Geburtstag gefeiert und läuft jetzt immer mehr selbst, draußen ist es schweineheiß – und Zalando ist endlich ins neue Büro umgezogen.
Endlich? Hm… Also momentan wäre uns allen das alte Büro vermutlich deutlich lieber – denn da hatten wir Klimaanlagen. Darüber dürfen sich jetzt die Leute von der Lounge freuen – Neid! Wir haben dafür ab sofort viel Platz – und gefühlte 100°C Raumtemperatur.
Die neuen Räumlichkeiten sind aber, abgesehen vom Schweißfaktor, wirklich ein Fortschritt. 250 Leute auf über 3.000qm sind einfach mal angenehmer als auf, na sagen wir mal etwa 500qm. Auch, wenn das Gebäude noch jede Menge Baustellencharme versprüht. Anbei ein paar Impressionen:
Im Zalando-Blog gibt es übrigens noch ein paar weitere Impressionen zu sehen, auch aus anderen Abteilungen.

Trotz etwas zweifelhafter Bildqualität dürfte zu erkennen sein, dass auch unser Nachwuchs seine Fanqualitäten bereits unter Beweis zu stellen vermag. So geschehen heute bei dem knappen 4:1 – Sieg, mit dem wir die Engländer nach Hause geschickt haben
Aufgenommen bei Stephan, wo wir getreu dem Motto “Wo sich zwei oder drei Deutsche in meinem Namen versammeln” dem Spiel beim Private Viewing beigewohnt haben.

… auf der Baustelle der Deutschen Bahn AG am Nordbahnhof. Denn so, wie es aussieht, hat die Bauleitung dort den osteuropäischen Arbeitssklaven eine Hungerkur verordnet, siehe Schild neben der Tür:

Bzw. hier noch einmal detaillierter an einer der zahlreichen anderen Stellen:

Großmutter im Krankenhaus, Schwiegervater im Krankenhaus, Sohn krank, ich angeschlagen – aber immerhin steht Deutschland im Achtelfinale

Vielleicht erklärt das ja unseren unglaublichen Erfolg
Nokia hat bereits Ende Mai die Version 3.04 von “Ovi Maps” – respektive “Ovi Karten” – veröffentlicht. Ein Highlight der neuen Version: Die Integration von Qype, dem deutschen Empfehlungs-Dienst für Restaurants, Shopping, Ausflüge und alles andere.
Ich benutze Ovi Maps auf einem Nokia 5800 seit längerem als Navigationssystem und bin total zufrieden. Stabile GPS-Verbindung, aktuelle Verkehrsinfos samt Alternativrouten, sprachgeführte Navigation, dazu der relativ große Bildschirm des 5800 – funktioniert alles perfekt und enthebt mich jeglichen Bedürfnisses, ein separates Navi zu kaufen.
Andererseit bin ich auch bei Qype aktiv und nutze den Dienst regelmäßig, um z.B. Empfehlungen für Restaurants in meiner Nähe zu bekommen. Das war bisher nur übers Internet unter manueller Angabe meines aktuellen Standortes möglich. Dank der Integration direkt in Ovi Maps hat sich die Qype-Nutzung nun deutlich vereinfacht, vor allem, da Qype meine Position nun genau kennt und mir quasi auf den Meter genau anzeigen kann, wie weit die nächste von mir gesuchte Örtlichkeit denn entfernt ist.
Ich habe also gestern ein Update auf die neue Ovi Maps – Version gemacht und mir die Qype-Einbettung etwas näher angeschaut (beides kostet übrigens, abgesehen von der Datenübertragung aus dem Netz – nichts).
“Qype für Ovi Maps” weiter lesen…