Jun
09

Nach vier Tagen Kurzurlaub an der Ostsee hat mich das Arbeitsleben nun wieder – bei Sommerwetter, immerhin. Ob das nun gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten – aber dankenswerter Weise hat unser Büro eine Klimaanlage.

Wir waren in Zingst, eingebettet zwischen Ostsee und Bodden im Osten der Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst. Die Hin- und Rückfahrt gestalteten sich erfreulich unkompliziert. A24 und A19, Fahrzeit knapp unter 3 Stunden für 280km bei einer Durchschnittsreisegeschwindigkeit von 180km/h (auf der Autobahn) und einem Durchschnittsverbrauch von 6l Diesel auf 100km.

Unsere Ferienwohnung war wirklich super. Ca. 65qm, drei Zimmer, großes Bad mit Dusche und Waschmaschine, Küche inkl. Backofen und Mikrowelle, Terrasse samt Grill, Spielplatz gleich am Haus. Dank Vorsaison für EUR 60 pro Nacht.

Worüber wir uns ebenfalls nicht beschweren konnten ist das Wetter. Just, als wir am Donnerstag los fuhren, setzte Sommerwetter ein. In Zingst hieß das: 17°C (bei 14°C Wassertemperatur) und Sonne. Klingt nicht so warm – reichte aber am Strand hinter dem Windschutz locker zum Sonnen in Badebekleidung. Und auch ein kurzer, mutiger Ausflug ins Wasser war drin. Niklas dagegen wäre am liebsten in die Ostsee gezogen – Wasser ist sein Element. Aber wir konnten ihn zwischendurch auch zum Strand umbuddeln überreden.

In Zingst waren wir zum ersten Mal, bisher führten uns Urlaube im eigenen Land eher nach Rügen und Usedom. Aber wir haben es nicht bereut. Ein wirklich schöner, grüner Ort. Nicht so typisch schick Bäder-geprägt wie die bekannten Urlaubsziele auf den beiden anderen Inseln, sondern eher nett kleinstädtisch, mit vielen Boutiquen, Restaurants und Kaffees, einem kleinen Hafen, sehenswerten alten Häusern, vielen, sehr vielen, Fahrrädern, einem Deich, einer Seebrücke und schönem Strand (der etwas sauberer seinkönnte – man findet beim Buddeln schon etliche Zivilisationsrückstände, leider), Strandkorb für EUR 6/Tag. Eine Gegend, um auch mal zur Ruhe zu kommen, “die Seele baumeln zu lassen”. Die Preise der örtlichen Gastronomie sind erstaunlich moderat für ein Touristenziel: Wir haben beispielsweise ein leckeres Abendessen in der “Strandkate” genossen, darunter wirklich gute Scholle mit Speckstippe und Petersilienkartoffeln, eine reichliche Portion für EUR 11,90.

Am Tag der Heimreise regnete und stürmte es, um uns den Abschied zu erleichtern. Wir werden wieder kommen – aber dann länger als nur vier Tage!

Ein paar Impressionen habe ich bei flickr festghalten.

Feed Icon  Twitter Button
vBulletin statistics